Montag, 25. Februar 2008
Verweichlichung im Angesicht der Beatsteaks
Es war mir einfach zu viel! Lag es an der Lautstärke, lag es an der Enge? Lag es vielleicht auch an meinem von meinen Klassenkameraden als bescheuert bezeichneten Musik-Geschmack? Um Dittsche zu zitieren: "Man weiß es nich, ma sagn"! Doch man weiß: Es war nicht der "absolute Hammer". Die Musik war klasse, echt. Vorallem als Mr.Beatsteak Arnim persönlich Intergalactic von den Beastie Boys einspielte war die Crowd entzückt. Doch irgendwie sehnte ich mich plötzlich nach bestuhlten Reihen, Tanzflächen, die leer von Leuten sind, die nur rumschubsen wollen (oder sich prügeln) und nette Gitarren-Musik. Da war die One-Man-Version von Big Attack tatsächlich erfrischend, genau wie das bereits bekannte und geliebte Hey Du von Peter Baumann. Ich würde gerne sagen: "Leute ich werd zu alt für den Pogo-Kram" Doch das ist ja schlicht und ergreifend nicht wahr. Ich sollte mir Vielleicht Ohrenstöpsel kaufen oder mir Pc-Lüfter an den Körper kleben oder eine Prellschutzweste zulegen. Denn mich auf die Tribüne zu stellen kommt bei diesen erniedrigenden Schlachtgesängen nicht in Frage. Vielleicht kann ich mich ja auf ein nettes City&Colour Konzert in Berlin freuen.
Mittwoch, 20. Februar 2008
Die Folgende Fortsetzung
Was fehlt denn noch? Hmm. Wie gehts mir jetzt? Was mach ich so? Bereu Ich was?
Ich kann euch erstmal beruhigen, mir gehts prächtig! Ich bin schon wieder richtig da! Und Chile ist irgendwie schon wieder in die hinterste Vergangenheit gerückt, aber trotzdem seltsam präsent. Der Neueinstieg in die Schule war nicht so schwer wie angenommen, ich bin in zum Beispiel Mathe wieder echt gut, obwohl ich davor am meisten Angst hatte. Es scheint sogar Spaß zu machen, pervers was?
Meine frühzeitige Rückkehr wurde bisher auch nur aufgrund des durchaus besch...eidenen Wetters in Deutschlands bereut. Ich war zwischendurch schon wieder echt schlimm krank! Aber irgendwie gehört die Kälte dazu und Heimat bleibt Heimat! Hierzu zwei nette Bilder was ich an meinem Zuhause schätze!
Ich muss allerdings enttäuschen was meine Aktivitäten hier in Wilhelmshaven betrifft. Ich Dachte mir den Blog nicht zu schließen und einfach hier nach und nach sachen die mich bewegen, die ich interessant finde, und die mich aufregen zu posten, dann bekommt ihr automatisch ein Bild! Also: ein Blick auf den als Reisetagebuch gestarteten "maxenguanaquero.blogspot" lohnt sich immernoch!
Keep Watching!
Euer Max
Montag, 18. Februar 2008
Samstag, 9. Februar 2008
Hach ist das schön!
"Ihr habt doch alle keine Ahnung. Das ist die Erde! Sie entfernt sich von uns. Nein Moment ich bin die Erde, bin aus Bauschaum und extrem zerbrechlich! Wieso schmeißt ihr mich denn aus der Umlaufbahn? Jetzt fliege ich hier durchs Schlafzimmer um meinen Kopf rum. Nein ich bin doch nicht die Erde!"
Tut mir Leid, dass meine versprochene Antwort erst jetzt kommt, aber ich musste mich fiebernd mit solchen "Erd-Gedanken" herumschlagen. Jetzt gehts mir aber wieder gut, ich hab aber den eindrucksvollsten Husten!
Jetzt aber mal zum eigentlichen Anliegen. Ich habe wirklich genug Zeit gehabt um darüber nachzudenken. Aber es ging zum Schluss einfach nicht mehr. Wer meinen Blog verfolgt hat, hat bestimmt gemerkt, dass ich nie von irgendwelchen Kumpels erzählt habe. Das lag ganz einfach daran, dass diese nie existierten. Die Gründe dafür liegen zu gleichen Teilen an der Latino-Mentalität und an mir.
Zum Einen konnte ich mich einfach nicht auf meine Klassenkameraden einlassen. Wer mich kennt, versteht, dass ich Interesse an Fussball, Autos oder Handyvideos von Stripperinnen auf der letzten Party nicht heucheln kann, bzw. nicht heucheln will. Zum Anderen muss man ohne "männliche Interessen" wenigstens einer der zahlreichen Jugendgruppierungen angehören, sonst ist man niemand. Auf die Frage "Was bist du?" musst du eine eindeutige Antwort geben können, wie "Metalero", "Rapero" oder "Pokemon". Hat nicht geklappt. Auch nicht auf meiner neuen Schule. Dann begannen die 3 Monate langen Ferien und ich stand allein da. Zwischendurch war ich noch echt krank. Und dann gings mir gut, die Sonne schien und ich...lag jeden Tag zuhause im Bett rum. Zwischendurch versuchte ich Leute meines Alters kennen zu lernen. Ich versuchte mich als Surfer, doch auch unter den Surfern fand ich eine ähnlich oberflächige Stimmung, wie auf meinen beiden Schulen vor. Sehr schade, vor Allem wenn man bedenkt, dass die Surferkultur ja eher alternativ und individualistisch ist. Ich versuchte auch mich mit Leuten aus meiner Klasse zu verabreden. Da hieß es dann: "Gib mir deine Telefonnummer, ich ruf dich morgen an, dann gehen wir an den Strand."
Ich warte den ganzen nächsten Tag auf diesen Anruf und nehme mir natürlich auch nichts anderes mehr vor. Dabei kommt heraus, dass ein weiterer Tag zuhause verstreicht. Zum Glück freute ich mich aber schon die ganze Zeit auf das von Maria und mir geplante Treffen der YFUler in La Serena. Viele hatten schon ihre Erlaubnis vom YFU-Betreuer. Auch mein Gastvater sah kein Problem in unserem Plan. Also besorgte ich uns eine Hütte am Strand und schoss die durchaus hohe Anzahlung vor.
Aufeinmal hört Andres, der Inbound-Manager von YFU von unserem Plan. Will keine Verantwortung tragen und verbietet allen das Reisen nach La Serena. Zum Glück bekam ich di gesamte Anzahlung zurück. Doch mein letzter Lichtblick für die Ferien war dahin. Dann fragte ich noch mal meinen Gastvater, ob er mir nicht jemanden in meinem Alter vorstellen könnte, mit dem ich einigermaßen auf einer Wellenlänge sein könnte. Das hat dann auch geklappt nur leider war der Typ 21 und studierte in Viña del Mar, war also nur über die Ferien in La Serena.
Dann fiel der Entschluss zurück zu fahren, YFU buchte die Tickets und ich verbrachte meine letzten 10 Tage in Santiago, bei verschiedenen Leuten...
fortsetzung folgt...
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