Sonntag, 4. November 2007

Viaje al Sur (Woche 13,14 und 15)

Woche 13 und die 2 Schultage in Woche 14 kann ich mal getrost ausklammern.
Erstmal muss ich sagen, dass ich jetzt grad nicht alles schreiben kann, weil mir grad mal einfach aus einem ganz bestimmten Grund die Zeit fehlt. Der da wäre, dass ich ab jetzt in meiner neuen Familie lebe. Naja so neu nun auch wieder nicht, denn nachdem mich mein YFU Representante zu sich nach Hause geholt hatte, damit ich meine Sachen während der Reise nicht in der Familie lassen musste zu der ich nicht zurückkehren würde, hat die Familie mich scheinbar direkt soo ins Herz geschlossen, dass sie sich prompt entschlossen hat mich als neues Familienmitglied aufgenommen haben. Das habe ich aber erst auf der Reise erfahren, dazu aber später noch ausführlicher. Jetzt habe ich jedenfalls Gasteltern, die sich für mich interessieren und zwei ganz süße Gastgeschwister, im Alter von 9 bzw. 11 Jahren.
Nächste Woche kommt dann eine genauere Beschreibung meines neuen Zuhauses, das jetzt nur noch 5 Minuten mit dem Auto von der Mall entfernt ist...
Jetzt erstmal die Reise:
Es ging Mittwoch morgens los mit dem Bus. Die Fahrt dauert ja 7 Stunden bis nach Santiago, deswegen hieß es erstmal schlafen oder trockene Kekse essen. Seltsam war, dass es immer wärmer wurde, obwohl man dem Polarkreis im weitesten Sinne immer näher kam. In Santiago beim Austeigen knallten einem dann 31° Sonne ins Gesicht und der ein oder andere lang nicht mehr gesehene Freund der Vorbereitung in Olmuhe in die Arme. Dann gings erstmal mit der Metro zur YFU-oficina.
Da war ich erstmal enttäuscht, denn im fernsehen werden dauernd Bilder von Metro gezeigt wie sie vollkommen überfüllt ist und die ganze Schose eher aussah wie ein Konzert nur irgendwie als Transportmittel. Mir wurde dann aber gesagt, dass ich die Metro so abends um 7 vorfinden würde. So scharf war ich dann doch nicht auf Quetschungen etc. und meine Enttäuschung legte sich dann auch wieder mit dem Anblick aller anderen YFUler im YFU-Headquarter.
Da gabs Pizza und nach ca. einer Stunde gings auch schon los. Zu meiner (nicht)Überraschung hatten schon sauviele die Familie getauscht beziehungsweise hatten das vor. Im Bus wurde von einem Ex-Abiturient aus dem schönen Frankenland durchgezählt. Als dieser meine Ukulele sah brach die volle Begeisterung aus. Beim Hitch-Hiken nach England hat er wohl ein kleineres Instrument als eine Gitarre gebraucht. Somit schon wieder ein Seelenverwandter. Dann stellte sich die Crew der Reisegesellschaft vor: Cristobal (der guia) und Mono und Shakira die beiden Busfahrer. Solang es noch hell war wurde viel über Santiago geredet, die Moneda, der chilenische Bundestag im weitesten Sinne, den Fluss, der absolut ekelig und gar nicht flussig ist und die verschiedenen Universitäten, Botschafften oder Parks. Als es dann dunkler wurde ging es über Nacht im Zugigen Bus Valdivia entgegen.
Zum Abendessen haben wir an einer Raststätte gehalten um da zu essen. Es gab für jeden Reis mit Fleisch. Eigentlich ganz okay, wir wussten ja noch nciht, dass uns dieses Schicksal noch etliche Male ereilen sollte. Danach haben alle im Bus geschlafen. Weil es aber die ganze Zeit gezogen hat, wachten die meisten in Valdivia unausgeschlafen und mit steifem Nacken auf (ich bezeichne mich einfach mal als die meisten). In Valdivia haben wir erstmal die "maletas" gelassen und sind zu Fuerte Niebla gefahren. Das war so wunderschön!
Endlich gabs mal ein bisschen Wind und ich hab mich mit dem ganzen Gras unter den füßen wie zuhause aufm Deich gefühlt. Dazu hat der Leuchtturm der dort auch zu finden war natürlich auch beigetragen. Langsam stellte sich auch heraus, dass die Reise wohl ins kleinste Detail durchgeplant war. Denn wir wuren von einem Event zum anderen gejagt. Es ging jetzt direkt zur Bierbrauerei Kunstmann. Die wohl von deutschen Siedlern gegründet worden ist. Da durfte dann jder mal probieren. War echt interssant es gab nämlich 6 oder 7 verschiedene Sorten Hopfen-Tee besonders interssant war ja das Honigbier, aber für meinen Geschmack ein bisschen süß. danach gings direkt in richtung Valdivia Zentrum. um dort im "Deutschen Verein" Mittag zu essen.
Die Teller waren In den faben rot weiß schwarz gehalten und es gab...Reis mit Fleisch. Als dann alles verzehrt war gings direkt auf die Plaza de Armas die in jeder stadt in Chile zu finden ist zum Geschichtsvortrag über die Stadt Valdivia. Hängen geblieben ist bei mir noch, dass die stadt mal komplett überflutet war nach dem großen Erdbeben hier und dass in der Region eben endviele deutsche leben so wie in der Region Coquimbo, in der La Serena liegt, Italiener. Wir haben einen riesigen Schokoladen besucht in dem es wirklich die dollsten sachen gab. Okay Lindt sieht dagegen zwar nich alt aus aber der kleine Laden konnte definitiv mithalten. Unten am Fluss konnte man in freier Wildbahn lebende Seelöwen live und in Farbe bewundern. echt klasse die Viechr voll faul, fressen nur die Fischabfälle der Fischer und hängen sonst mit ihren Kindern auf einem Ponton in der Sonne rum. Dann gabs noch wie in jeder Stadt eine "feria artesanal" zu bewundern. Wo es wie in ganz chile handgemachte sachen zu kaufen gibt die kein Mensch braucht. Cool sind bloß die ganzen selbstgestrickten Mützen, Pullover, Decken, Socken und so.
Als wir zum Abendessen wieder im Hotel waren wurde uns klar warum die Reise 300.000 Pesos gekostet hatte. Alles war total luxoriös, es gab sogar einen Piano-Spieler im Restaurant der und mit schönen Weisen erfreute...BAH wie dekadent.
Vorallem konnten wegen der Summe viele nicht mit fahren. das ist wirklich zu bedauern.
Ach ja zum abendessen gabs auch Reis mit Fleisch.
Der Rest des Tages wurde im Hotel verbracht. Die Scandinavier kippten sich ordentlich einen hinter die Binde während die Deutschen "im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen" mit Gitarre und Ukulele sangen. Am nächsten Tag gings zu den Aguas Calientes wo wir eigentlich "Canopy" ausprobieren wollten. Auf Englisch heißt das "Treehopping". Dabei fährt man quasi mit einer Seilbahn lange Strecken von Baum zu Baum.
Wegen der Wetterbedingungen musste das aber leider ins Wasser fallen. Dafür durften wir uns aber 4 Stunden in einem Termalbad auhalten. Da gabs auch ein Aussenbecken, wo man barfuß, durch den Schlamm, über spitze Steine Hinlaufen konnte. Bei uns hats dann auch noch angefangen zu regnen. Dann gabs sozusagen Wasser von oben und von unten. Kalt von oben und sauwarm von unten. Danach gings in unser Hotel nach Puerto Varas. Auf dem extrem langen weg dorthin war die deutsche Fraktion der YFU-Gruppe von der Landschaft geplättet. Der Süden ist wirklich so wie Deutschland, nur irgendwie noch wilder und unberührter. Riesige Wiesen, Schafherden auf Deichähnlichen Hügeln und überhaupt Nadelbäume bis zum Abwinken. Puerto Varas liegt direkt an dem größten See der sich NUR auf chilenischem Gebiet befindet. Es gibt noch einen größeren See, der aber mit Argentinien geteilt wird. Das Hotel war auch wieder riesig und luxoriös und hatte außer Schwimmbad auch nur Reis mit Fleisch zu bieten. Ein Großteil der Gruppe wohnte aber in den Cabañas die zum Hotel dazugehörten. Es gab ne Küche, die aber nur die Dänen zum Pfannkuchen machen nutzten. Direkt neben dem Hotel befindet sich die Discoteque La Playa. Allerdings sollte ab 12 in der eigenen Cabaña gewesen sein. Warn wir aber nich nein wir gingen in die "Playa" die Discothek in Puerto Varas. War gut und zum feiern ist der Reaggeton nun wirklich nciht so schlecht aber als Musik? Hier mal ein Beispiel:

Am nächsten Tag gings zu den "Saltos Petrohue" Das sind so echt endgeile Stromschnellen. Und das Wasser ist so unglaublig blau!
Später warn wir dann mit der Fähre nah der Grenze zu Argentinien. Um da ein bisschen rum zu wandern und Mittag zu essen. endlich gabs mal Nudeln...
Dort befand sich auch eine "Cascada", ein Wasserfall von dem es hieß, wenn man von seinem Wasser trinkt, dass man sich dann im nächsten Jahr verheiraten wird. Ich glaub ja an sonen Kram nicht und wollte das wasser mal probieren. Beim bücken hörte ich ein unangenehmes Geräusch: meine Hose War gerissen. Klasse, die sonne schien zwar aber es war doch trotzdem immernoch kalt. Dazu kam auch noch, dass wir nach unserem Bootsausflug in die Eishalle in Puerto Varas fuhren. Ich kann zwar einigermaßen eislaufen aber der lustige Amerikaner Colin schmiss mir ständig Eis hinten ins Loch rein...Hihi, witzig.

Nachts gingen wir dann alle legal zusammen in die Discotheke und zum Glück hat mich der Türsteher nicht wiedererkannt. Der ganze Spaß ging bis 3 Uhr morgends, so blieben uns noch 3 Stunden Schlaf da wir früh raus mussten um die Fähre nach Chiloé, die größte Insel Chiles, zu erwischen. Die Insel ist unheimlich schön nur hat es leider fast die ganze Zeit geregnet. Aber pünktlich zum Mittagessen kam die Sonne dann doch mal kurz raus. Diesmal durften wir uns selber was zu Essen organisieren. Dehalb gabs für die meisten wohl Lachs zum Mittag. Das tolle an Chiloé sind die Häuser. Die sind nämlich komplett transportierbar. wenn sich jemand ein neues Stück Land auf Chiloé gekauft hat
hilft das ganze dorf für umsonst, naja für Essen und Pisco, mit das ganze Haus über Pfähle zu seinem neuen Standpunkt zu rollen. teilweise werden die Häuser auch auf Boote gebracht und so verschifft. Wenn sie grad nicht in Bewegung sind stehen die Häuser aber auf so Holzpfählen so halb im Wasser. Echt ne coole Kulisse.

Dann kam am nächsten Tag auch schon die Abreise aus Puerto Varas. Ab gings nach Puerto Montt. Die Stadt hat mir wirklich total gut gefallen. Wenn man da so über den Fischmarkt läuft, durch das Hafenviertel, wo es überall so kleine Restaurants gibt. Leckere Marisco-Empanadas oder so Brötchen mit Fischfüllung. Dagegen ist die Mall dann echt armselig, also ja überall dasselbe. Über Nacht gings dann mit einem Zwischenstop in Temuco zum abendessen in Richtung Santiago.
Nächte im Bus sind wirklich das ungemütlichste der Welt. Davon abgesehen ist es bestimmt auch nciht gesund. Egal, es kam jedenfalls wieder die Hauptstadt in Sicht und somit auch auch wieder die Hitze. Im YFU-Büro gabs Tee alle erzählten sich noch mal die schönsten Geschichten der Reise und nach einer Stunde trudelten dann langsam die Familien ein, bei denen wir die nächsten 4 Tage wohnen sollten. Mich und die Schwedin Mikaela holten zwei Pablo´s ab. die beiden wohnen in Pirque einem Dorf vor Santiago, "libre de smog". Dort nach 45 Minuten Fahrt angekommen, gings dann direkt mit einer Fahrrad-Tour einmal durchs Dorf weiter. In Pirque gibt es zwei Viñas und deswegen Weinfelder so weit das Auge reicht.

Der nächste Tag war dr 31 deswegen war verkleiden angesagt, der andere Pablo, bei dem die Schwedin wohnte hatte zum Glück jede Menge alte Verkleidungen auf Lager. Meine Verkleidung sollte "The Pimp" sein. Ob ich jetzt den richtigen Effekt erziehlt habe, weiß ich nicht.
Tag 2 in Santiago, wollte ich ein bischen was von der Stadt sehen, deswegen gings zum Cerro Santa Lucia. Einem großen Hügel mitten in Santiago, den man besteigen kann. Danach hat man einen Ausblick über die gaaaanze Stadt.
Santiago ist noch mal ganz anders. Hier gibt es endlich mal echten Café und nicht nur diesen Instant Kram von Nestlé.
Oder handgemachtes Eis in zum Beispiel dem Geschmack von Ananas mit Ingwer, Schokolade und Earl Grey oder Grüner Tee mit Mango. Echt exotischst!
Die Fiesta de Disfraces (Verkleidungsparty) war echt cool. Meine Hitlist der besten 3 Verkleidungen waren die Bip-Karte, die Karter mit der man in Santiago U-Bahn fährt (funktioniert so Prepaid-mäßig), Das Pokemon (sucht mal Pokemons in Chile) oder Prinzessin Fiona aus Shrek. Das ganze ging bis 6 Uhr morgends so wie die Feiern wohl meistens in Chile. Wir haben aber so lange gebraucht, weil die Schwedin noch Fotos aller Türen in der oficina machen musste. Geschlafen haben wir bis 2 Uhr. So gehört sich das. Dann musste der Apfelkuchen für das International Dinner vorbereitet werden. War denn aber irgendwie mehr Apfel als Kuchen. Die meisten Austauschschüler haben fettige Nachspeisen vorbereitet. War aber alles total lecker. Am besten hat mir so ein Lachsgericht aus Lettland oder so gefallen. Gut waren auch die gekochten Äpfel aus...ach verdammt ich weiß nich mehr.
Anschließend gabs noch eine Talentshow bei der sich aber nicht alzu viele beteiligten da es ja auf der Vorbereitung in Olmuhe schon eine solche gegeben hatte. Trotzdem führte ich mit dem Franken das Lied "American Dream" der Nitty Gritty Dirt Band auf, dass wir schon immer als Weckruf auf der Reise gespielt hatten. Danach gings zum Haus einer Exaustauschschülerin. Um dort noch ein wenig weiter zu feiern. Dort machten wir dann aus uns am nächsten Tag an der Haltestelle "Baquedano" im Zentrum zu treffen. Von dort aus fuhren wir alle Nach Santa Ana um ein bisschen auf der Plaza Brazil zu Chillen, im Gras zu liegen und den Stadt-Geräuschen zuzuhören. Da planten wir auch alle Austauschschüler nach Pirque einzuladen. Da fand die Party des Besitzers einer ziemlich bekannten Diskothek in Chile statt.
http://www.kamikaze.cl/
War eine ziemlich coole Party, mit Piscolita für 1000 Pesos. Alle hatten was mit irgendwem. Ne Brasilianerin mitm Chilenen der selbe Chilene was mit ner Deutschen und die selbe Deutsche was mit nem Norweger. Echt spannend, denn auch Finninen und Franzosen waren irgendwie involviert. Am nächsten Tag gabs dann das große Erwachen. Der Amerikaner ohne Klamotten "donde esta mi ropa? donde esta mi ropa?" Andere haben in der Nacht nen Zahn verloren oder ihre Schue mit Knicklichter verschönert.
Dann gings am nächsen Tag auch leider schon wieder zurück nach La Serena. Naja was heißt hier leider, auf mich wartete schließlich eine neue Familie. So neu war sie dann letztendlich doch nicht.
Bis nächste woche Leute! Haut rein!








6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ohoho, wie ich von deinem kommunikationsfreudigen Gastvater per mail erfuhr, muss er diese Woche noch den Papierkram für deinen Schulwechsel erledigen, so dass du noch ne Woche frei hast.... dann kannst du ja schon mal mit Italienisch anfangen und die ausgehungerte community darf sich sicher auf alsbaldige Fortsetzung des Reiseberichtes freuen, hab ich recht?????

Laila hat gesagt…

"he du". hehe
schoen mit dir telefoniert zu haben.
ich vermiss dichschon!
wir sehn uns dann im dezember, ich nehm dich beim wort, maexchen.
gleich check ich meine mails =)
machs gut.
tschuessi
besito

Anonym hat gesagt…

Hab ich grad bei Yahoo-news gefunden:
New York (AFP) - Der US-Flugzeugbauer Boeing hat sein bislang größtes Geschäft in Südamerika unter Dach und Fach gebracht: Die chilenische Airline LAN bestellte am Montag 26 Flugzeuge vom Typ 787 Dreamliner sowie zwei Frachtmaschinen vom Typ 777. Nach Listenpreisen hat der Großauftrag ein Gesamtvolumen von rund fünf Milliarden Dollar (rund 3,5 Milliarden Euro). Zudem habe sich die chilenische Fluggesellschaft verpflichtet, sechs weitere 787 Dreamliner und zwei weitere Frachtmaschinen über Leasingverträge zu erwerben, teilte Boeing in New York mit. Die ersten Dreamliner sollten ab November kommenden Jahres ausgeliefert werden.

Anonym hat gesagt…

... als kleine Ergänzung: tapfere Mapuche!!!!!

Pedro de Valdivia(* 1497 in Castuera (Badajoz), Spanien; † 24. Dezember 1553 in Tucapel, Chile) war ein spanischer Konquistador und Gouverneur Chiles.


Leben 1520 begann seine militärische Karriere unter dem spanischen König Karl V. 1525 nahm er an der Schlacht bei Pavia teil. Hier wurde Franz I. von Frankreich gefangen genommen, in Folge dessen Frankreich auf Ansprüche in Norditalien verzichten musste. Valdivia nahm an weiteren Feldzügen in den Niederlanden, Flandern und Italien teil. 1535 reiste er nach Südamerika.

Er diente als Offizier unter Francisco Pizarro, dessen Truppen bereits 1532 den Inka-König Atahualpa in ihre Gewalt gebracht hatten und in der Folge die Kontrolle über das gesamte Inkareich erhielten.

1538 unterstützte er Pizarro im Kampf gegen den abtrünnigen Diego de Almagro in der Schlacht von Salinas. In dieser Zeit lernte er die Witwe Ines de Suárez kennen und lieben, die mit ihm später nach Chile ging.

1540 machte sich Pedro de Valdivia, begleitet von etwa hundert Soldaten und Abenteurern, auf den Weg von Peru nach Chile. Sein Ziel war die Unterwerfung der Araukaner (die sich selbst als Mapuche bezeichnen) und die Kolonisierung des Landes für die spanische Krone. 1541 durchquerte er die Atacamawüste und gründete mit Santiago de Chile (damals Santiago del Nuevo Extremo oder Santiago de la Nueva Extremadura) am 12. Februar 1541 die erste Stadt auf chilenischem Boden. Bereits am 11. September des selben Jahres wurde Santiago von den Mapuche unter Michimalonco wieder zerstört. 1544 gründete Pedro de Valdivia La Serena (benannt nach seiner Geburtsstadt) im Norden Chiles, um die Versorgung aus Peru und eine eventuelle Flucht vor den Indianern aus Santiago zu gewährleisten.

1548 kehrte Valdivia nach Peru zurück. Dort erhielt er den Befehl seine Beziehung zu Inés de Suárez zu beenden und diese mit einem Mann seiner Wahl zu verheiraten, ansonsten würde er exkommuniziert. Zusätzlich sollte er seine spanische Ehefrau Marina Ortíz de Gaete aus Spanien nach Südamerika holen. Schließlich verheiratete er Inés de Suárez mit seinem Vertrauten Rodrigo de Quiroga.

1550 gründete er Concepción an der Mündung des Bío Bío-Flusses, wo im 14. und 15. Jahrhundert in etwa die südliche Grenze des Inka-Reichs lag. Pedro de Valdivia drang weiter nach Süden in Mapuche-Gebiet vor. Weitere von ihm gegründete Städte waren Villarrica, Confines (heute Angol), die Befestigungsanlagen Arauco, Purén und Tucapel sowie 1552 schließlich La Imperial und Valdivia.

Allerdings trafen die Truppen von Pedro de Valdivia in araukanischem Territorium mehrfach auf erbitterten Widerstand der Mapuche. Im Herbst 1553 schlugen die Mapuche die spanischen Truppen in der Schlacht von Tucapel und töteten Pedro de Valdivia. Angeblich nahmen sie ihn gefangen und zwangen ihn, flüssiges Gold zu trinken.

In der Folge zerstörten die Indianer die meisten der von Siedlern gegründeten Städte und verhinderten eine weitere Kolonisierung des Südens von Chile. Bis ins 19. Jahrhundert bildete der Bío-Bío somit die südliche Besiedlungsgrenze in Chile

Anonym hat gesagt…

max das ist ne coole sache, dass man jeden zweiten tag ein kleines bisschen weiter lesen kann! hast du denn ein foto von den häusern halb im wasser gemacht? du kannst doch nicht von coolen kullissen schreiben und sie dann nichtmal zeigen...

manuschnirkt hat gesagt…

juhu!