Donnerstag, 26. Juli 2007

Die Erste Woche

So liebe Leute
Ahora soy un Chileno!!!
Auch wenn Der Flug nicht ganz untproblematisch war bin ich jetzt da.
Es ging schon in Frankfurt los: Wir (alle die von Hannover losgeflogen waren) waren als erste am Gate und konnten uns noch kurz ein bisschen austauschen, nach und nach trudelten dann auch die nächsten ein, aus Hamburg , München etc.
Wir hatten alle furchtbaren Hunger also beschlossen wir "kurz" bei McDonalds vorbeizuschauen.
Als dann alle ihre Burger hatten und wir es uns gerade am Tisch gemütlich machten, kam unsere YFU-Reisebegleiterin total aufgeregt in das Lokal gestürmt. "Ihr müsst dringend kommen, es gibt kaum noch Bordkarten" So erfuhren wir nebenbei auch noch, dass die meisten Übersee-Flüge überbucht sind, weil meistens sowieso nicht alle zum Abflug erscheinen. Es war auch alles kein Problem, die Gruppe aus Düsseldorf war nur leider längst nicht aufgetaucht.
Probleme hin oder her, letztendlich saßen wir dann im Flieger und freuten uns unseres Take-Offs. Ich spielte Ukulele bis meine französische Sitznachbarin einen bösen Blick zuwarf.
Eigentlich klang mein Geklimper gar nicht so schlecht. Ohne musikalische Ablenkung wurd emir schnell langweilig und ich schlief, trotz der extrem engen Sitzmöglichkeiten und der schlechten Luft, ein. so verpennte ich das ohnehin miserable Abendessen. In Sao Paulo erlebt ich dann die abenteuerlichste LAndung meines Lebens, der Pilot brauchte nämlich zwei Anläufe um überhaupt die Piste zu erreichen, "ich habs verbockt, ich machs nochmal"
Ab Sao Paulo war der Fug dann sehr angenehm. Jeder hatte seinen eigenen Bildschirm mit denen man dann auf eine Kamera am Bauch des Flug zeugs zugreifen konnte. Echt klasse...
Irgendwann kamen wir dann endlich an, doch schon gab es das nächste Problem: über die Hälfte des Gepäcks war in Frankfurt geblieben. Ich hatte meine Tasche aber zum Glück.
Von Santiago fuhren wir nach Olmuhe zu der 4 tägigen Orientation. Alle waren begeistert auf dem Hinweg: Die Anden, Die Landschaft, einfach alles. Auch wenn man schon rechts und links von der Straße extremste Armut zu sehen bekam (Tote Hunde am Straßenrand, Slumbs, Menschen in Lumpen) war es echt wunderschön durch die grünen Berge zu fahren.


Und Olmuhe war dann auch echt super! Es gab Empanadas und Fingerfood mit Muschelfleisch zur Begrüßung. Während der Orientation sind wir im knapp 10 ° warmen Pool schwimmen gegangen auch wenns auch ein "piscina temparada" gab. Wir haben mit den Putzfrauen über Ormigas gesprochen, die unser Zimmer bevölkerten und echt viel von den Teamern gelernt. Außerdem gabs eine Talent show wo ich mit allen Deutschen EIN KOMPLIMENT auf Ukulele aufführte.

Nach den 4 Tagen gings dann Samstag in das YFU Office wo einige schon ihre Gastfamilie bekamen.
Dort kamen wir in einen raum der mit einer beweglichen Wand getrennt war. Die Gastschüler auf der einen, die Gastfamilien auf der anderen Seite. Dann wurde die Wand in der Mitte aufgezogen und wir "überreichten" die Schüler deren Gastfamilien nah bei Santiago leben.
Ich hatte noch 7 Stunden Busfahrt vor mir, deswegen verabschiedete ich mich von meinen deutschen Kollegen mit einem oder zwei oder 15 lustigen Ukulele-Liedern.
In La Serena angekommen begrüßten mich meine Gasteltern mit einem riesigen Max-Plakat und fuhren mich nach Guanaquero. Dort gabs erstmal lecker Fisch und viele warem Worte. Alle freuten sich, dass ich sie einigermaßen verstand. Dann fiel ich irgendwann ins Bett. Ich war echt müde weil wir die Nacht vorher noch in Olmuhe mit den Finnen Holländern und DEM Amerikaner

Abschied gefeiert hatte. Ich musste mich allerdings noch mit meinem kleinen Bruder German unterhalten, den ich wie alle Familienmitglieder sofort ins Herz geschlossen hatte. Am nächsten Tag (heute) half ich ihm dann die Hunde-Scheiße vom Hof zu sammeln und den Müll rauszubringen. Mittags gabs dann "asado" traditionelles Barbecue nur um mich willkommen zu heißen. So zartes Fleisch habt ihr noch nicht probiert. Danach half mir mein großen Bruder eine Verbindung zum Internet herzustellen und hier sitze ich nun und bin total überfressen und -wältigt.
Machts Gut!
Saludos
Max